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Nahost-Gespräche in Washington

Frieden zwischen Israel und Palästina?

Zwei Jahre sind die letzten direkten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern mittlerweile her. Ob Verhandlungen unter der Leitung des US-Präsidenten Barack Obama erfolgreich enden können, scheint zweifelhaft. Hoffnung besteht jedoch und allein schon die Tatsache, dass es direkte Verhandlungen gibt, gilt in Expertenkreisen als positives Signal. Morgen soll ein erstes Treffen in Washington stattfinden. Hauptverhandlungspunkte sind die zukünftigen Grenzen eines palästinensischen Staates und Sicherheitsgarantien für den Staat Israel. Überschattet wird die Begegnung in der Haupstadt der USA von der Ermordung von vier israelischen Siedlern im Westjordanland.

Peter Münch von der Süddeutschen Zeitung bezeichnet “Friedenssuche und Terror, Diplomatie und Drohung, Hoffnung und Enttäuschung” als “Bruderpaare in Nahost”. Diese sorgen für eine ständige Instabilität im Nahen Osten. Besonders die Hamas, welche sich auch für den Anschlag auf die vier Israelis verantwortlich zeichnet, will keine friedliche Lösung. Mehrfach hat sie betont, Israel als Staat nicht anzuerkennen. Sie regiert im Gaza-Streifen, welcher von Israel von der Außenwelt so weit wie möglich abgeschnitten wird. Die Hamas ist jedoch nicht nur der Feind Israel, sondern auch Gegner von Palästinenserpräsident Machmut Abbas. Die Hamas wird mehr oder weniger offen von Teheran unterstützt. Abbas und der israelische Premierminster Benjamin Netanjahu könnte also eine Zusammenarbeit nutzen – als Bollwerk gegen den Iran. Dieser ist shiitisch dominiert und bedroht nicht nur Israel, sondern auch die sunnitisch geprägte arabische Region um den Iran herum. Die Zeichen auf einen Kompromiss zwischen Israel und Palästina stehen daher besser als noch vor einigen Jahren.

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